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Einsatz, Landesverband

Millionen für neue Rettungswachen

Veröffentlicht: 05.02.2026
Autor: DLRG Landesverband Baden e.V.
Feierliche Übergabe der Förderurkunden an die DLRG-Ortsgruppen (Fotos: Innenministerium Baden-Württemberg / Leif Piechowski)
Innenminister Strobl bei der Urkundenübergabe an die Ortsgruppen: Freudenberg...
Waldshut-Tiengen...
Donaueschingen...
... und Achern.

Nachtragshaushalt stärkt Rettungsdienste im Land

„Moderne Rettungswachen sind das Rückgrat einer schnellen und verlässlichen Notfallrettung.“ Mit diesen Worten setzte der Stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl ein deutliches Signal: Bei einer Feierstunde in Stuttgart am 30.01.2026 überreichte Strobl Förderurkunden in Höhe von insgesamt rund 62 Millionen Euro an die Rettungsdienstorganisationen im Land, darunter auch an den DLRG-Landesverband Baden.

Ermöglicht wird diese dringend benötigte Finanzspritze durch den im Dezember 2025 verabschiedeten Nachtragshaushalt. Insgesamt stellt das Land damit zusätzliche 80 Millionen Euro für Bau, Umbau und Modernisierung von Rettungswachen bereit. Rund 62 Millionen fließen sofort, der verbleibende Betrag in den kommenden Jahren. Bewilligt wurden alle Anträge, die im regulären Förderprogramm 2025 zunächst nicht berücksichtigt werden konnten.

In Baden-Württemberg profitieren nun 34 Baumaßnahmen von den Mitteln – darunter vier Projekte des DLRG-Landesverbandes Baden: Für die Standorte Freudenberg, Waldshut-Tiengen, Donaueschingen und Achern bedeutet der Beschluss endlich Planungssicherheit. Entsprechend groß war die Freude von Felix Strobel, Präsident des DLRG-Landesverbandes Baden, und den Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Ortsgruppen über die zugesagten mehr als 7,5 Millionen Euro, die Ihnen Innenminister Strobl symbolisch überreichte.

Das Land schaffe mit den bereitgestellten Mitteln eine „starke Grundlage – für eine zukunftsfeste Infrastruktur des Rettungsdienstes und für zeitgemäße Arbeitsbedingungen“, betonte Strobl. Zugleich würdigte er die „Menschen, die Tag für Tag Leben – vielfach im Ehrenamt – retten“ und dankte ihnen für ihre „wertvolle Arbeit“.

Dass die Investitionen dringend benötigt werden, zeigt der Blick auf den seit Jahren steigenden Innovations- und Erneuerungsbedarf bei den Rettungswachen. Die folgenden Einblicke in die vier geplanten Projekte verdeutlichen dies eindrücklich.

Freude in Freudenberg über längst überfällige Erweiterung

Strahlend nahm die DLRG-Ortsgruppe Freudenberg bei der Feierstunde am 30.01. die Förderurkunde entgegen. Der Freude – man könnte auch sagen: Erleichterung – gehen ein langer Prozess der Planung sowie zwei erfolglose Anträge um Fördermittel voraus: Bereits 2020 wurde die dringende Notwendigkeit einer Erweiterung der Wasserrettungswache festgestellt. Seither wurde eine tragfähige Lösung erarbeitet, der Gemeinderat stimmte zu, das Landratsamt erteilte die Baugenehmigung – doch bisher wurde keine Förderung bewilligt. Mit den nun bereitgestellten Mitteln in Höhe von 1,5 Millionen Euro kann die Rettungswache am Badesee in Freudenberg endlich umgebaut und saniert werden.

Jahrelanger Kraftakt in Waldshut-Tiengen

Eine unendliche Geschichte findet ihr gutes Ende: Seit 2007 kämpft die DLRG-Ortsgruppe Waldshut-Tiengen für den Neubau einer Wasserrettungswache. Angesichts der umfangreichen Anforderungen, sei es auf dem Hochrhein, am Schluchsee oder in der internationalen Zusammenarbeit mit den Schweizer Feuerwehren, ist der Materialbedarf hoch – doch Platz dafür war bislang nicht vorhanden: Fahrzeuge und Material sind auf mehrere Standorte verteilt, die Räumlichkeiten von Schäden betroffen, Garagen teilweise undicht, sodass im Winter nasses Material gefriert. Trotz dieser unhaltbaren Umstände flossen bisher keine Zuschüsse. Nun gibt es angesichts der für Waldshut-Tiengen bewilligten 3,2 Millionen Euro grünes Licht für den dringend benötigten Neubau der Rettungswache.

Donaueschingen: Zwei Rettungsdienste unter einem Dach

„Geht nicht, gibt‘s nicht“, sagte ein Verantwortlicher im April 2024 dem Südkurier und bezog sich damit auf die Planung einer gemeinsamen Rettungswache für das DRK und die DLRG in Donaueschingen. Als Standort hatte das DRK bereits ein geeignetes Objekt im Ortsteil Allmendshofen erworben – mit kürzerem Anfahrtsweg zum Riedsee und damit ideal für die DLRG. Beide Rettungsdienste wollen durch die gemeinsame Station Synergien schaffen, die Förderanträge wurden längst eingereicht. Über die nun erfolgte Genehmigung der Baumaßnahme dürfen sich also gleich zwei Landesverbände freuen: Rund 1,7 Millionen Euro wurden der DLRG hierfür bewilligt, 2,4 Millionen dem DRK.

Für die Zukunft bauen in Achern

Eine nachhaltige Ausrichtung mit Blick auf die kommenden Jahre steht im Mittelpunkt der geplanten Erweiterung der Wasserrettungswache Achern – die nun mit den hierfür bereitgestellten 1,3 Millionen Euro umgesetzt werden kann. Die DLRG-Ortsgruppe Achern will damit ihre Kapazitäten erheblich verbessern. Da Stadt und Land ursprünglich nur einen Teil der Projektsumme bewilligten, hatte die Ortsgruppe zu Spenden aufgerufen. Dank der Mittel aus dem Nachtragshaushalt kann das Umbauprojekt nun deutlich früher als erwartet umgesetzt werden.

 

Weiterführende Informationen:

Pressemitteilung des Landes Baden-Württemberg vom 30.01.2026

Pressemitteilung des Landes Baden-Württemberg vom 17.12.25

 

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